Fimo Blog

Arzneimittel Packungsbeilagen verstehen

Kennst du das? Du hast ein Medikament verschrieben bekommen, holst es in der Apotheke ab, kommst zuhause an, möchtest die ersten Medikamente einnehmen und da fällt dir die Packungsbeilage entgegen? Liest du dir diese durch und stellst dir Fragen über Fragen und fühlst dich dann einfach überfordert?

Das ist normal - viele Menschen lesen sich diese Packungsbeilage durch und haben nach dem Lesen der Nebenwirkungen Bedenken, ob sie diese Medikamente nun wirklich einnehmen sollten oder auch wollen.

Verwirrung bei den Packungsbeilagen

Verwirrung tritt beim Durchlesen der Packungsbeilage sehr häufig auf. Das liegt vor allem daran, dass die Packungsbeilage teilweise sehr lang ist und viel Text beinhaltet und dazu noch viele Begrifflichkeiten enthalten sind, die man als nicht Mediziner:in nicht richtig deuten kann.
In den Packungsbeilagen von Medikamenten sind allgemeine Gebrauchsinformationen zur Einnahme der Medikamente enthalten, die Dosierung sowie Informationen über das Auftreten von Nebenwirkungen.

Nebenwirkungen von Medikamenten

Keine Panik beim Durchlesen der Nebenwirkungen! In der Packungsbeilage müssen alle Nebenwirkungen, die während einer klinischen Studie zu einem Medikament auftreten, genannt werden. Das kann beim Durchlesen ganz schön viele Bedenken aufkommen lassen. Hier sollte man erst einmal Ruhe bewahren, denn wichtig zu wissen ist dabei, dass nicht berücksichtigt wird, ob man wirklich von einem Zusammenhang zwischen dem Medikament ausgeht, oder ob es sich dabei um das zufällige Auftreten eines Symptoms handelt. Das bedeutet, die Probanden einer Studie bekommen ein Medikament und sie melden anschließend wie sie sich fühlen. Ob es dann vom Medikament ausgelöst wurde oder ob man sich einfach zum selben Zeitpunkt generell unwohl gefühlt hat, wird nicht berücksichtigt. Genau das ist in einer Studie sehr schwer genau zu bestimmen, da jeder Mensch unterschiedlich ist.

Häufigkeiten von Nebenwirkungen

  • sehr häufig: kann min. bei 1/10 Behandelten auftreten
  • häufig: kann bei max. 1/10 der Behandelten auftreten
  • gelegentlich: kann bei max. 1/100 der Behandelten auftreten
  • selten: kann max. 1/1000 Behandelten betreffen
  • Sehr selten: kann max. 1/10.000 Behandelten betreffen
  • "nicht bekannt": Datengrundlage lässt keine genaue Einschätzung zu

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass man sich beim Durchlesen der Packungsbeilage nicht stressen sollte. Lies die Packungsbeilage in Ruhe weiter und wenn du trotzdem Bedenken oder Fragen zu einem Medikament haben solltest, kannst du immer mit deiner:m Ärzt:in oder Apotheker:in Rücksprache halten. Diese sollten dir die Unsicherheit dann nehmen können.

Long Covid Multiple Sklerose ME/CFS